Grundlagen, die dafür sorgen, dass wir nicht mehr aus dem Haus gehen wollen.

Wohltuend wohnen – was soll das sein?

Wieso wohnen wir so unterschiedlich, und weshalb das nichts mit unseren materiellen Möglichkeiten zu tun hat.

Kennen Sie das? Ihr Unterbewusstsein leistet ganze Arbeit, wenn Sie neue Räume betreten. Fast sofort wissen Sie, …schön hier!, …okay, oder …Nein!  Wieso eigentlich, vor allem, wenn es Anderen nicht genau so geht?
Es sind natürlich zuerst die Farben, die Temperatur und das Licht aber auch die Gerüche, die dafür verantwortlich sind, welches Gefühl sich beim Betreten eines unbekannten Raumes bei Ihnen einstellt. Aber auch die Art der Möbel und die Dimension des Ganzen ist von Bedeutung. Das hat mit
Ihrer ganz persönliche Geschichte zu tun, die immer mitbestimmt, wo Sie sich wohlfühlen.
Die positiven oder auch negativen Erfahrungen, die Sie früher, vor allem als Kind, gemacht haben, sind prägend für Ihr gesamtes Leben. Selbst wenn Ihnen das nicht bewußt ist, das heißt, wenn Sie sich an genaue Situationen nicht erinnern können.

Ein Beispiel:
Haben Sie sich als Kind z.B. am liebsten bei Oma, die in einer kleinen heimeligen Wohnung inmitten von Andenken und Kissen residierte, aufgehalten und dabei geborgen gefühlt, wird unterschwellig immer das Bedürfnis in Ihnen schlummern, es sich auch Heute in Ihrem Zuhause auf ähnliche Art gemütlich zu machen, wenn Sie zur Ruhe kommen wollen.

Oma

Hat man beispielsweise in solchen Räumen andere Erfahrungen gemacht, und seien es vielleicht nur atmosphärische (beispielsweise durch den Streit von Angehörigen) fühlen Sie sich intuitiv nicht sofort wohl und es könnte zu Problemen beim Zusammenleben mit einem PartnerIn kommen, wenn diese/r z.B. einen ähnlichen Stil in Ihrem gemeinsamen Zuhause umsetzen wöllte.

Wie sieht es HEUTE in Ihrem INNEREN aus?

Eine Einrichtung ist ein Spiegel der Seele. Deshalb kann das Interior eines Raumes in zwei Richtungen wirken. Es spiegelt das Gefühlsleben eines Menschen genauso wider, wie das Image eines Unternehmens.

Deshalb ist es auch möglich, Räume so auszustatten, dass bestimmte Gefühle hervorgerufen werden können.

Brauchen Sie Zuhause Struktur, um sich sicher zu fühlen, oder als Ausgleich zu einem kreativen Tagesgeschäft?
Oder ist Ihnen kreative Unordnung angenehm, als Ausgleich zu einem stark geordneten und fremdbestimmten Berufsleben?

All das spielt mit hinein, wenn Sie Ihr Zuhause zu Ihrem Vorteil verändern wollen und macht klar, warum man überhaupt manchmal umräumen oder renovieren will. Meist, wenn im INNEREN etwas gewachsen ist, sich eben zu Ihrem Nutzen weiterentwickelt hat und so die Zeit gekommen ist, dieses auch im AUSSEN zeigen zu wollen.

Zurück zu den Grundlagen,
wenn Sie etwas verändern wollen:

Auch die Art des Objektes hat einem großen Anteil an dem, was Sie gestalterisch erreichen können!
Zwei Fragen sollten Sie sich deshalb nach dem Abarbeiten der ersten Checkliste stellen.

1. Was ist gut an MEINEN Räumen?    

2. Was will ich UNBEDINGT um mich haben?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, alles aus deinem Objekt herauszuholen.

Idealerweise korrespondieren Raum und Einrichtung miteinander. Was ist damit gemeint?
Ein Beispiel: In einer mondänen Altbauwohnung ist es sinnvoll, den Einsatz von ‘antiken‘ Möbeln auf Einzelteile zu beschränken, zumindest dann, wenn Sie sich nicht wie in einer anderen Zeit fühlen möchten.
Im Umkehrschluss wird ein modernes Bauhaus-ähnliches Objekt von Heute erst wirklich wohnlich, wenn Sie der extrem strukturierten Übersichtlichkeit, sich warm anfühlende, weiche Materialien und runde Formen zugeordnet haben.

Beispiel für Extrem-Struktur

Beispiel für Extrem-Struktur

Generell gilt, wenn es gut werden soll:

WENIGER ist MEHR.

Dazu fällt mir ein Satz ein, der es meiner Meinung nach auf den Punkt bringt, von Antoine de Saint Exupéry:

“Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.“

Deshalb, wie Ihr Stil am Ende auch genau ausfällt, die Möbel, die Sie lange begleiten sollen, sollten zeitlos und wertig sein. Das macht sie ganz nebenbei nachhaltig, weil sie nicht mit jeder geänderten Mode ausgetauscht werden müssen.

Und ich freue mich über einen Kommentar von Ihnen. Gern können Sie mir Fragen stellen, die Sie im Zusammenhang mit EINRICHTEN, ANKOMMEN, Was hat meine Vergangenheit damit zu tun, wie es bei mir aussieht? …z.B. bewegen.

Ihre Katja A.Thalmann