Grundlagen, die dafür sorgen, dass wir nicht mehr aus dem Haus gehen wollen.

Wohltuend wohnen – was soll das sein?

Wieso wohnen wir überhaupt so unterschiedlich, und weshalb das nichts mit unseren materiellen Möglichkeiten zu tun hat.

Kennst du das? Dein Unterbewusstsein leistet ganze Arbeit, wenn du neue Räume betrittst. Fast sofort weißt du, …schön hier!, …ist okay,  oder …Nichts wie weg!  Wieso eigentlich, da es Anderen oft eben nicht genau so zu gehen scheint.
Es sind zuerst die Farben, die Temperatur und das Licht aber auch die Gerüche, die dafür verantwortlich sind, welches Gefühl sich beim Betreten eines unbekannten Räumes bei dir einstellt.
Vor allem aber ist es deine ganz persönliche Geschichte, die mitbestimmt, wo du dich wohl fühlst.
Die positiven oder auch negativen Erfahrungen, die du früher gemacht hast, sind prägend für dein gesamtes Leben und selbst wenn dir das nicht bewußt ist, das heißt, wenn du dich an genaue Situationen nicht erinnern kannst.
Auch du selbst kannst vielleicht oft nicht sofort benennen, warum genau Räume auf dich einladend wirken oder eben überhaupt nicht, obwohl es bei deinem FreundIn möglicherweise umgekehrt ist. 

Dazu gehen wir noch einmal einen Schritt zurück zu deiner Geschichte:
Hast du dich als Kind z.B. am liebsten bei Oma, die in einer kleinen beschaulichen Wohnung inmitten von Andenken und Kissen residierte, aufgehalten und gut gefühlt, wird zumindest unterschwellig immer das Bedürfnis in dir schlummern, es dir in deinem heutigen Zuhause auch auf ähnliche Art gemütlich zu machen, wenn du zur Ruhe kommen willst.

Oma

Hast du z.B. in solchen Räumen allerdings andere (negative) Erfahrungen gemacht, fühlst du dich intuitiv nicht wohl und es käme zu verständlicherweise großen Problemen beim Zusammenleben mit einem PartnerIn, der z.B. einen ähnlichen Stil in eurem gemeinsamen Zuhause umsetzen will.
Hierfür gibt es aber Abhilfe ;)  mehr im Blog “Stil vereinen“ am 17. März 

Wie sieht es HEUTE eigentlich in deinem INNEREN aus?

Brauchst du Zuhause vielleicht Struktur, um dich sicher zu fühlen, oder als Ausgleich zu einem kreativen Tagesgeschäft?
Oder ist dir privates Chaos (wenn dir das Wort zu hart ist, nenn es FÜLLE ;) angenehm, als Ausgleich zu einem stark geordneten und fremdbestimmten Berufsleben?

All das spielt mit hinein, wenn du dein Zuhause zu (d)seinem Vorteil verändern willst und macht klar, warum man überhaupt manchmal umräumen oder renovieren will. Meist, weil im INNEREN etwas gewachsen ist, sich entwickelt hat, oder auch geheilt ist, und so die Zeit gekommen ist, dieses auch im AUSSEN zeigen zu wollen.

Zurück zu den pragmatischen Grundlagen,
wenn du etwas verändern willst:

Denn auch die Art des Objektes hat einem großen Anteil an dem, was du erreichen kannst!
Zwei Fragen solltest du dir deshalb nach dem Abarbeiten der ersten Checkliste stellen.

1. Was ist gut an MEINEN Räumen?    

2. Was will ich UNBEDINGT um mich haben?

Wie immer deine Antworten dazu auch ausfallen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, alles aus deinem Objekt herauszuholen.
Ich entwickle dazu mit anderen Profis momentan einen Kurs, bei dem du in 8 Schritten lernen kannst, wie bei deiner Raumgestaltung etwas herauskommen kann, von dem du bisher nicht glaubtest, dass es deine Räume hergeben können.

Nun noch etwas pragmatisch Inhaltliches:

Idealerweise korrespondieren Raum und Einrichtung miteinander. Was ist damit gemeint?
Ein Beispiel: In einer mondänen Altbauwohnung ist es sinnvoll, den Einsatz von ‘antiken‘ Möbeln auf Einzelteile beschränken, zumindest dann, wenn du dich nicht wie in einer anderen Zeit oder in einem Museum fühlen möchtest ;)
Im Umkehrschluss wird ein modernes Bauhaus-ähnliches Objekt von Heute erst wohltuend wohnlich, wenn du der strukturierten Übersichtlichkeit (fast Nacktheit), sich warm anfühlende, weiche, edle Materialien und runde Formen zugeordnet hast…

Beispiel für Extrem-Struktur

Beispiel für Extrem-Struktur

Generell gilt aber dabei trotzdem immer, wenn es gut werden soll:

WENIGER ist MEHR.

Und dazu fällt mir ein Satz ein, der es auf den Punkt bringt und von dem ich lange nicht wußte, dass auch dieser von Antoine de Saint Exupéry ist:

“Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.“

Deshalb, wie dein Stil am Ende auch ausfällt, die Möbel, die dich lange begleiten, mindestens diese, sollten zeitlos und wertig sein. Und das hat nicht zwingend etwas mit dem Preis zu tun.

Für heute freue mich, wenn dich mein erster Blogartikel ermutigt hat, etwas in deinem Zuhause für dich zu verändern. Und du wirst staunen, was du selbst mit etwas Unterstützung erschaffen kannst!

Und ich freue mich über einen Kommentar von dir. Gern kannst du mir auch Fragen stellen, die dich im Zusammenhang mit EINRICHTEN, ANKOMMEN, Was hat meine Vergangenheit damit zu tun, wie es bei mir aussieht? …z.B. bewegen.

Deine Katja A.Thalmann